Fotopoesie # 19: „Nebel“ – Alfred Lichtenstein


Ein Nebel hat die Welt so weich zerstört.
Blutlose Bäume lösen sich in Rauch.
Und Schatten schweben, wo man Schreie hört.
Brennende Biester schwinden hin wie Hauch.

Gefangne Fliegen sind die Gaslaternen.
Und jede flackert, dass sie noch entrinne.
Doch seitlich lauert glimmend hoch in Fernen
Der giftge Mond, die fette Nebelspinne.

Wir aber, die, verrucht, zum Tode taugen,
Zerschreiten knirschend diese wüste Pracht.
Und stechen stumm die weißen Elendsaugen
Wie Spieße in die aufgeschwollne Nacht.

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2 Kommentare zu „Fotopoesie # 19: „Nebel“ – Alfred Lichtenstein

  1. Liebender Überlapse

    der Alfred sollt sich eher Finsterstein umbenennen
    Sag an was bewegt Dich solcherlei Abgesang hier zu würdigen
    Die Unkunst der Negation ist heute Mode geworden
    Doch leichter als Dir die Augäpfel zu zerstechen ist
    Sie zu öffnen für der Liebe Sonnenlicht
    Ein Hilfeschrei bleibt unerhört doch wohl vernommen
    Fleht mit jedem Wort geliebt zu Sein
    Wie nur wenn Er s nicht zuerst Selber lebt

    danke
    Dir Joachim von Herzen

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